Cygnus Cygnus – der Singschwan
c: wikipedia/Bengt Nyman, Sweden
Das zentrale Thema aller Vogelmittel ist das große Verlangen nach Freiheit & Individualität. Das wichtigste Symptom bei Menschen, die ein Vogelmittel brauchen, ist das Gefühl, dass sie etwas daran hindert, wahre Freiheit zu erlangen. Es besteht ein Gefühl der Schwere & der Unfähigkeit sich aufzuschwingen. Was sie konkret daran hindert, ist der Schlüssel zur Differenzierung der einzelnen Mittel. Engagement versus Distanz, gefangen versus frei, das Verlangen zu reisen und die Fürsorge für andere sind häufig wiederkehrende Themen, die viele Vögel gemeinsam haben. Auch eine vibrierende Unruhe ist allen Vogelmitteln gemein.
Wie viele andere Gänsevögel, zu denen der Schwan gehört, bleiben die Paare zumeist lebenslang zusammen. Als Eltern verhalten sie sich ihren Jungen gegenüber sehr fürsorglich. Der Singschwan ist ein Wandervogel und einer der größten Flugvögel, dennoch verbringt es die meiste Zeit auf dem Wasser, da seine Beine sein Körpergewicht nicht lange tragen können.
Der Schwan ist zum Sinnbild für die schmerzliche Schönheit des Todes geworden, man denke an das ausdrucksvolle Tanzsolo der Primaballerina Anna Pawlowa oder den Schwanengesang, welcher das letzte Werk eines Künstlers bezeichnet.
Cyngus kann zutiefst trauern. Die Trauer kann oft nicht überwunden werden und ist selbst nach Jahren noch so stark wie am Anfang. Untröstliches Weinen und Seufzen begleiten diese Trauer und er neigt dazu in Selbstmitleid zu versinken.
Cyngus Charakteren fällt es schwer, neu anzufangen, durchzustarten – der große, schwere Körper. Es geht ihnen besser, wenn sie in Bewegung und beschäftigt sind, sonst besteht die Gefahr, dass sie in Apathie, Lethargie oder gar Verzweiflung versinken.
Cyngus kennt Heimweh und sehnt sich nach Hause. Gleichzeitig hat er aber auch den Wunsch wegzugehen, seine Heimat zu verlassen, was sich in der Lust am Wandern & Reisen häufig zeigt.
Dieses Mittel bezieht sich auch auf das Herz, im Sinne von Romantik und Liebe. Cyngus- Menschen suchen nach ihrem Seelenpartner, einer Beziehung, die tief, persönlich und bedeutungsvoll ist. Oft werden sie dabei enttäuscht. Sie fühlen sich allein, verlassen, isoliert. Das wiederum verunsichert sie und macht sie verletzbar. Cyngus fühlt sich oft als Außenseiter, mit dem Gefühl, in einem anderen Strom zu schwimmen. Es besteht häufig der Drang, sich abzusondern, was sich als Wunsch in einem Leuchtturm zu leben zeigt, isoliert und allein in der wilden Natur.
Cyngus ist reizbar und kann leicht zornig werden, besonders wenn das Gefühl besteht, die Familie verteidigen zu müssen. Der Geruchssinn ist empfindlich fein, es besteht Angst vergiftet zu werden, generell große Angst um die eigene Gesundheit. Am besten geht es Cyngus, wenn alles sauber und ordentlich ist.
Als körperliche Symptome zeigen sich grippeähnliche Symptome, Entzündungen von Augen und Nase mit Absonderungen, Gelenk – und Muskelschmerzen. Die Augen können lichtempfindlich sein, das Sehvermögen eingeschränkt, mit dem Gefühl, nicht genügend Licht zu bekommen. Die Atmung fühlt sich beengt, eingeschnürt an, als säße die Lunge zu weit unten im Körper, Neigung zum Kitzelhusten. Die Nieren sind empfindlich mit brennenden Schmerzen in der Harnröhre und häufigem Harndrang.