Sulfur

Sulfur (Schwefel)

SULFUR-KINDER

Das chemische Element Schwefel ist ein Stoff, der sich leicht bei niederen Temperaturen entzündet. Die Kinder, bei denen dieses Arneimttel angezeigt ist, sind von ihrem Naturell her "heißblütig", voller Energie und Tatendrang. Einige Symptome, die bereits beim Arzneimittelbild von Sulfur beschrieben wurden, finden wir auch bei Sulfur-Kinder wieder. Hierzu zählt z.B. die Röte der Körperöffnungen wie Nase, Augen, Anus und auch der Lippen, die meist sehr auffallend rot sind. Diese Kinder sind meist sehr warmblütig, d.h. sie werfen nachts die Schlafdecke von sich, weil zu viel Hitze ihren Zustand verschlechtert. Sie haben eine starke Tendenz zu Hautausschlägen, die gerötet sind, stark jucken und brennen und besonders durch Wärme, Wolle oder einem Bad verschlechtert werden. Es besteht eine Tendenz zu wiederkehrenden Erkrankungen wie Infekten, zu Krankheiten mit einem schleppenden Verlauf oder Erkrankungen, die nie so richtig ausheilen. Bei Kindern, die eine Reaktion auf Impfungen oder bei denen Beschwerden nach einer Impfung auftreten, ist es ein wichtiges Mittel.
 
Vom ihrem Wesen und Charakter besitzen Sulfur-Kinder eine starke Neugierde. Sie sind die geborenen Forscher und Wissenschaftler, möchten die Dinge erforschen, ihnen auf den Grund gehen. Daher wollen diese Kinder alles anfassen, begreifen, wollen wissen, wie die Dinge funktionieren und nehmen, wenn sie älter sind, dann auch schon mal den Mixer oder Staubsauger von ihrer Mutter auseinander. In ihrem Wissensdurst können sie zu "kleinen Spezialisten" werden, die sehr gut Bescheid wissen z.B. über Computer, Erfindungen oder Philosophie, eben alles was sie wirklich interessiert. In Bereichen, die nicht auf ihr Interesse stoßen, sind sie dagegen eher gleichgültig. Diese Gleichgültigkeit kann sich z.B. in ihrer äußeren Erscheinung, ihrer Kleidung oder Körperhygiene zum Ausdruck kommen. So kann es sein, das die Haare nicht gekämmt sind, das T-Shirt Flecken hat oder das Hemd einfach raushängt. Solche "Äußerlichkeiten" sind für diese Kinder nicht von Belang oder interessieren sie einfach nicht. Auch mit der Ordnung und dem Aufräumen nehmen sie es nicht immer so genau. In ihrem Zimmer kann sich richtiges Chaos breit machen oder die Schulhefte sind schlampig und unordentlich geführt. Auch mit den Gegenständen von anderen oder den Spielsachen von Kindern pflegen sie nicht gerade einen sorgfältigen Umgang. Sie nehmen nicht gerade Rücksicht auf die Bedürfnisse, Wünsche oder Vorstellungen von ihren Mitmenschen. Diese Kinder wissen, was sie wollen, haben einen starken Willen, sind stark auf sich selbst bezogen und legen einen gewissen Egoismus an den Tag. Sie stehen im Mittelpunkt des Geschehens, reden gerne und viel von sich, auch wenn sie nicht gefragt werden oder nehmen es mit dem Besitz von anderen nicht so genau. Im Mittelpunkt des Geschehens zu sein ist für sie fast selbstverständlich, mit ihrer robusten, extrovertierten Art. Ängste spielen in ihrem Leben keine große Rolle, sie sind eher furchtlos. In Gruppen sind sie deswegen eher der Typ Anführer. Stiehlt Sulfur-Kindern jemand anderes die Schau oder steht jemand anderer mehr im Mittelpunkt als sie selbst, können sie eifersüchtig reagieren. Bei diesen Kindern entsteht dann das Gefühl nicht geliebt zu werden, da ein anderer mehr Aufmerksamkeit oder Liebe bekommt. In solchen Situationen können sie auch recht aggressiv und böse werden. Durch auffällige Kleidung, überzogenes Verhalten versuchen sie die Aufmerksamkeit wieder auf sich zu lenken. Die Vorstellungskraft und Phantasie ist meist stark ausgeprägt, was sich unter anderem auch in Sorgen um Familienmitglieder äußern kann.
 
Bei Schulkindern ist vor allem in den späten Morgenstunden, so gegen 11.00 Uhr ein gewisser Konzentrationsmangel, eine gewisse Lethargie zu beobachten. Dies geht oft einher mit einem Abfall des Blutzuckerspiegels, dann fallen diese Kinder in eine gewisse Lethargie, schweifen in ihren Gedanken und offenbaren geistige Schwächen. Sulfur-Kinder haben meist ein Verlangen nach gewürzten Speisen, Fleisch und Süßigkeiten. Unverträglichkeit gegenüber Milch besteht häufig und eine Abneigung gegen Eier. Sie sind meist sehr durstig und mögen besonders kalte Getränke.