Python regius

Python regius (Königsphyton, Ball Python)

Signatur

Königspythons sind relativ kleine Python-Schlangen, meist etwa 120–150 cm lang, maximal 2 m, mit einem Gewicht von höchstens 2 kg, die Weibchen werden größer und schwerer als die Männchen. Kopf und Körper haben eine schöne beige-braune psychedelisch anmutende Zeichnung mit langen ovalen Mustern, die Bauchseite ist elfenbeinfarben. Der Körper ist kraftvoll, der Kopf ist deutlich vom Hals abgesetzt und der Schwanz ist kurz.

Lebensraum und Lebensweise

Der Königspython lebt im tropischen Regenwald, in den Savannen und auch in landwirtschaftlich genutzten Gebieten West- und Zentralafrikas. Die dämmerungs- und nachtaktive Schlange liebt die Regenzeit, während der afrikanischen Trockenperioden zieht sie es vor, in ihrem Versteck zu bleiben, meist in Termitenhügeln oder in Bauten von Nagern und Schildkröten. Wie bei allen Schlangen besteht eine thermische Dysregulation, sie ist kalt und benötigt eine äußerliche Wärmequelle. Die Paarungszeit wird in der Literatur unterschiedlich beschrieben, meist jedoch gilt als Paarungsauslöser die klimatische Veränderung zwischen Trocken- und Regenzeit. Nach erfolgreicher Paarung trägt das Weibchen ca. 130 Tage. Hat eine weibliche Python dann ihre Eier gelegt, so windet sie ihren Körper um die Ablage und schützt damit ihre Jungen vor Feinden und auch vor der Kälte. In freier Wildbahn erbeutet sie Vögel, Ratten, Flughunde, Spitzmäuse und anderes afrikanisches Kleingetier. Mit ihrer gewaltigen Muskelkraft erdrückt sie das Opfer und verschlingt es dann komplett ohne es zu verletzen.

Der Python in der Gefangenschaft

Hochinteressant auch für die homöopathische Verabreichung des Python regius ist das Verhalten in der Gefangenschaft. Er ist als Hungerkünstler bzw. Nahrungs- verweigerer bekannt, der ohne weiteres monatelang ohne Fressen auskommt. Allerdings hungern sich oft insbesondere adulte Wildfänge in Gefangenschaft zu Tode. Wird er gezwungen zu fressen, würgt er die Nahrung wieder heraus. Offensichtlich ist diese Schlange äußerst sensibel auf ihren Fang, ihre Entführung aus ihrem natürlichen Lebensraum und ihren auferlegten Freiheitsentzug. In der Zucht wird außerdem beschrieben, daß es außerordentlich schwierig sei, harmonische Paare bzw. Gruppen zu bilden.

Python regius in der Homöopathie

Das homöopathische Arzneimittel wird aus dem Blut des Königspythons hergestellt. Im Repertorium ist der Python jedoch bisher mit keinem einzigen Eintrag versehen. Einige der nachfolgenden angegebenen Symptome sind aus einer Arzneimittel- prüfung von Brigitte Klotzsch und aus ausgewerteten Fällen.

Gemüt

  • Depressionen, Selbstzweifel, Selbstaufgabe, Abhängigkeit vom Partner, kann nicht alleine sein, Bulimie, Anorexie, Essstörungen, vergisst und verliert sich selbst, einsames und verlassenes Gefühl, betrogen von der Familie, Gedächtnis- probleme, vergessen wichtige Dinge, Verwirrung, verwechseln Worte, Angst stranguliert zu werden, Angst zu ersticken, Angst vor der Hochzeit, Angst vor Blutverlust, Angst vor dem Verhungern und Angst vor Katastrophen, Angst vor der Dunkelheit, Panikattacken nachts mit würgendem erstickendem Gefühl im Hals

Kopf

  • drückende Kopfschmerzen, wässrige Augen, Strabismus, restriktierte Sicht, Lidödeme, Augen öffnen morgens sehr schwierig

Extremitäten

  • einseitige Steifheit, Schmerzen, als ob er jemandes Last auf seinen Schultern träge Paralyse, Schwere der Gliedmaßen, einschießende Knieschmerzen

Magen

  • Druck auf den Magen, erstreckt sich zum Herz, Gefühl von Steinen im Magen nach dem Essen

Schlaf

  • spätes einschlafen und erwachen von ein Uhr bis drei Uhr

Träume

  • von Schlangen, Sex, Eifersucht, Tod

Weiblich

  • fehlender Orgasmus, krampfhafte Schmerzen während der Menstruation, viel dunkles klumpiges Blut während der Menstruation

Allgemein

  • Wärmedysregulation, kalte Hände und kalte Füße

Themen der Schlangen

Verführung

  • Attraktivität, Sexualität, Eindruck, Wirkung, Führung, Glanz, Narzismus, Mysterium, Wettbewerb, Ehrgeiz, Aufmerksamkeit, Manipulation

Verlassen

  • keine Brutpflege bei den Schlangen, allein, unverstanden, verloren, verlassen, gekränkte Eitelkeit, dankbares Annehmen ist unmöglich

Camouflage

  • aus dem Versteck, aus dem Hinterhalt, Farbwechsel, Hautwechsel

Verteidigung

  • Verteidigung ist zuvorderst Flucht oder Versteck, bei Provokation plötzlicher Angriff aus dem Hinterhalt, zielsicher

Sinne

  • scharfe Sinne, 6. Sinn, sehr alert, hellsichtig, voraussichtig, Schlangen können in alle Richtungen schauen - binoculare Sicht, erkennen, aufspüren, bemerken

Dualität

  • glänzender Schein versus dunkle Seite, Doppelleben, Affinität zu Magie, Hexen gespalten (Zunge), gespaltene Persönlichkeit

Ausdruck

  • Wettbewerb, Manipulation, Rache, Hinterhalt, Kampf von Angesicht zu Angesicht nicht möglich, Versteck, zwei Gesichter, betrügerisch, Konspiration, Eifersucht, Argwohn, außerordentliches Gespür für Benachteiligung

Thermische Dysregulation

  • Kaltblütler, es gibt keinen Mechanismus, sich selbst zu erwärmen, Abhängigkeit von der Umwelt, Lebensraum wichtig

Überwinterung

  • Rückzug, Erstarrung im Winter, keine Aktivität, keine Energie im Winter, keine kalten Regionen lange Perioden des Nichtstuns

Miasma

  • vorwiegend sykotisch

Die allgemeinen Themen der Schlange, die Signatur und das Verhalten des Phytons und die Arzneimittelprüfung von Brigitte Klotzsch machen unsere Schlange zu einem hochinteressanten Mittel in der Homöopathie. Bei Themen von Verweigerung, Freiheitsentzug, Bedrohung, Hungerstreik, Anorexie, Bulimie etc., sind die Analogien zu dem Verhalten der Schlange in Gefangenschaft mehr als deutlich und bereits mit guten Ergebnissen verabreicht.
 
Das Mittel Phyton regius ist bei Helios in England erhältlich.