Pilze

 

Das Reich der Pilze

Eine Raupe wird langsam von innen aufgefressen, die lebenswichtigen Organe werden zunächst verschont, damit sie lange genug am Leben bleibt. Am Ende wird sie gezwungen sich aufzurichten und der fremde Organismus bricht durch ihren Kopf und strebt der Sonne entgegen. Was wie ein Horrorfilm anmutet ist die Beschreibung des Pilzes Cordyceps sinensis beschrieben von Andreas Zenner auf www.system-sat.

Pilze können parasitär und damit zerstörerisch sein (Dysbionten). Sie greifen lebende Pflanzen an wie z.B. der Maisbeulenbrand (Ustilago), Steinbrand, Mutterkorn (Secale), Apfelschorf und echter Mehltau. Bei Tieren und Menschen kommt es mit Pilzen nie zu einer symbiotischen Beziehung. Es ist, wie oben beschrieben immer ein Ringen um Leben und Tod.

So wie auch beim Candida Pilz (Moni). Er ist steter Begleiter der menschlichen Darmflora. Er muss ständig in Schach gehalten werden. Bei immunsuppremierten Menschen gewinnt er schnell die Oberhand und es kann lebensbedrohlich werden.

Pilzmittel in der Homöopathie haben das Gefühl sie wären besessen und eine größere Macht kontrolliere sie. Sie wären wie von Geisterhand gelenkt. Leicht nachvollziehbar, schaut man sich nochmal das Beispiel der armen Raupe an. DieThemen der Pilzmittel sind eng mit dem Gefühl des Eindringens und des Ausdehnens verbunden. Fressen, nagen, erodieren, penetrieren, durchdringen, graben, durchbohren sind Themen der Pilze.

Pilze bilden aber auch eine symbiotische Koevolution mit Pflanzen und Bäumen. Man geht davon aus, dass 80 bis 90 Prozent aller Pflanzen in ihrem Wachstum von Pilzen gefördert werden.

Die Pilze umschlingen die Pflanzenwurzeln und bilden einen sogenannten „Myzelmantel“ der tief in die Erde hineinreicht. Über ihn lassen sich mehr Nährstoffe tiefer aus dem Erdreich holen. Der Pilz erhält als Gegenleistung Nahrung in Form von Kohlehydraten.

Beispiele hierfür sind z.B. Agaricus, Bovista und Hefe

Menschen die ein Pilzmittel brauchen sind stark abhängig von der Meinung anderer. Sie beziehen ihren Selbstwert nicht aus sich heraus. Symbiose und Abhängigkeit sind wichtige Themen der Pilzmittel.

Sie haben Angst vor Räubern, was nichts anderes ist, als die Angst, dass jemand in ihr Reich eindringt und ihren Grenzen verletzten könnte- was halt das ist, was Pilze tun. Sie haben Probleme Grenzen zu wahren, sich zu zentrieren und bei einer Sache zu bleiben. Sie sind zerstreut, kindisch und kommen nicht auf den Punkt. Interessant dabei ist zu wissen, dass Pilze ein wanderndes Zytoplasma und viele Zellkerne haben. Pilze sind riesige Lebewesen unter der Erde. Das Zentrum ihrer Aktivität verschiebt sich ständig.

Pilze wachsen schnell, invasiv und verwerten abgestorbenes Material wie z.B. Boletus laricis (Bol-la) und Schimmelpilze (Penicillinum). Sie tragen somit zur Hygiene und Abfallbeseitigung im Ökosystem bei.

Zersetzung spielt bei den Pilzen in der Homöopathie eine große Rolle. Z.B bei Gangränen Geschwüren oder erodierenden Schmerzen. Das Gefühl sich nicht schützen zu können, keine Kontrolle zu haben das Eindringen einer fremden zerstörerischen Macht erinnert an Krankheitsbilder wie Krebs, Infarkte, Nekrosen, die Strahlenkrankheit oder CMS. Bezeichnenderweise sieht eine Atombombenexplosion aus wie ein Pilz. Es ist die totale Zerstörrung. Das Tourette Syndrom, Alzheimer, Chorea Huntington, Pollenallergie oder Konvulsionen haben einen Bezug zu den Pilzen in der Homöopathie. Hier spiegelt sich der Verlust der Kontrolle über den eigenen Körper wider.

Pilze sind- nach Scholten, oft bei Menschen angezeigt, die dem Tod nahe sind. Das Gefühl, dass der Körper auseinanderbricht ist vorherrschend.

Pilze können sich unglaublich schnell vermehren. Der Riesenbovist mit seinen bis zu acht Billionen Sporen gilt als das fruchtbarste Lebewesen der Erde. Die Pilze in der Homöopathie haben Beschwerden durch sexuelle Exzesse, sind lüstern und lasziv. Sie haben ein hohes sexuelles Verlangen bis hin zur Nymphomanie.

Viele Pilze wie Psilocybe caerulescens (Psil) sind psychoaktiv. Da liegt es Nahe, dass bei den homöopathischen Pilzmitteln Verwirrtheitszustände vorkommen- bis hin zu dem Gefühl, man würde schweben. Sie verlieren die Kontrolle über das Aussen und das Innen, sind närrisch oder übermenschlich kräftig oder ganz ruhig in ihrem Delirium.

Pilzen wird ein starker Überlebenswille zugesprochen. Sie können unter unwirtlichen Bedingungen und extremen Temperaturen gedeihen. Sie sind anpassungsfähig, flexibel und unverwüstlich.

Auch die Pilzmittel sind mutig und tapfer im Angesicht einer Gefahr; besitzen Stärke und Kraft bis hin zur Gewalttätigkeit und übertriebenem Egoismus.

Auf der andern Seite können sie aber auch albern ungelenk, ungeschickt und dumm wirken. Bei diesen Eigenschaften muss man unwillkürlich an die absurden Namen vieler Pilze denken wie z.B. abgeflachtes Stummelfüßchen oder gelbgestiefelter Schleimkopf.

Pilze wurden lange in der Biologie dem Reich der Pflanzen zugeordnet. Heute werden sie in einem eigenen Reich verortet und sind eher mit Tieren als mit Pflanzen verwandt.

Interessante Fallbeschreibungen mit Pilzmitteln finden Sie unter folgendem Link https://www.yumpu.com/de/document/view/21886400/pilze-in-der-vital-sensation-methode